Verkehrsbetriebe Zürich AG, Silberwürfel
Pilotprojekt Openspace 3. OG

  • > Aufgabenstellung
  • > Konzept worksmart
  • > Behaglichkeit und Privatsphäre
  • > Objektdaten

Zentrale Merkmale der digitalisierten Arbeitswelt 4.0 sind hohe Flexibilität der Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodelle und stetig steigender Wissens- und Informationsaustausch. Die Work Smart-Initiative leitet Schweizer Unternehmen und Institutionen an, attraktive und ressourcenschonende Rahmenbedingungen zu gestalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch die Betriebe der Stadt Zürich verändern Schritt für Schritt ihre Bürobereiche. Im Gebäude Silberwürfel in Altstetten wird als Pilotprojekt eine neue Büroarbeitswelt eingerichtet. Das 3. Obergeschoss wird - mit ein paar Ausnahmen - auf den Grundausbau zurückgebaut und neu bespielt.

Raumkonzepte der smarten Bürowelt bedeuten, vereinfacht formuliert, eine reduzierte Anzahl von nutzerneutralen Schreibtischarbeitsplätzen, ergänzt mit einem vielfältigen Raumangebot für Kommunikation und Rückzug und geeigneten ortsunabhängigen Arbeitsmitteln. Digitale Technologien befinden sich unaufhaltsam auf dem Vormarsch, die Automatisierung ergreift alle Lebensbereiche und die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz treiben den Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft zusätzlich voran. Die Arbeitswelt ist global und geht einher mit Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort. Die Herausforderung liegt nun darin, den technologischen Fortschritt zu nutzen, ohne die Rechte und den Schutz der Arbeitnehmenden zu beeinträchtigen.  

Die Erfahrungen, welche wir im Silberwürfel sammeln, fliessen direkt ein in eine Überprüfung der vorgesehenen Büroflächen im Hauptgebäude beim Programm Instandsetzung Zentralwerkstätte bis 2030. Zusammen mit Nutzervertretern aus verschiedenen Unternehmensbereichen werden die Bedürfnisse eruiert und in Layoutvorschlägen und Referenzbildern visualisiert. Die Flächenangaben und die Zahl der Arbeitsplätze können redimensioniert werden zu Gunsten von grösseren Freiheiten in Organisation und Gestaltung der Räume.

Die Themen Behaglichkeit  und Schutz der Privatsphäre sind zentral. Wesentliche Aspekte dabei sind Akustik, visuelle Wahrnehmung, Raumklima, Ergonomie und Rückzugsmöglichkeiten.
Für eine angenehme Raumakustik ist neben dem Absorptionsvermögen von Oberflächen besonders auch die Zonierung in verschiedene Bereiche und die Anordnung der Einrichtung als raumgliedernde Elemente relevant. Das richtige Mass ist entscheidend. Gelegentlich ist ein Zuviel an Unsere Arbeit hat eine Akustikerin begleitet. Absorption vor allem an Decke und Boden festzustellen. Fehlt das geeignete Mass an Grundgeräuschen, stört plötzlich jedes Rascheln, Tippen und gar Flüstern. Das Einhalten von Verhaltensregeln und generelle Rücksichtnahme tragen ebenfalls dazu bei, den Schallpegel auf einem erträglichen Mass zu halten.
Ebenfalls extrem wichtig ist die ausreichende und auch atmosphärische Beleuchtung der Büroflächen und Arbeitsbereiche. Mit Licht können unterschiedliche Raumstimmungen geschaffen und Bereiche mit eigener Identität ausgewiesen werden. Der Wechsel der Arbeitsumgebung wirkt zusammen mit ergonomischer Ausstattung Ermüdung und Verschleisserscheinungen entgegen.

Luggwegstrasse 65, 8048 Zürich

Bauherrschaft / Auftraggeber:
VBZ AG, Immobilienmanagement, Luggwegstrasse 65, Zürich

Planung und Bauzeit / Bausumme:
2019 - 2020 / Umbaukosten 0.8 Mio.

Planungsteam:
Akustik Gartenmann Engineering AG, 8003 Zürich
Elektroplanung, Maneth Stiefel, 8180 Bülach
HLK-Planung, Huber Energietechnik AG, 8032 Zürich
 
Kamm Architekten:
Marlise Voegelin PL
Marina Engel + Daniel Bossahrd

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